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7. Zusammenfassung


Im Gebiet des Sihlwalds, einem 10 km südlich der Stadt Zürich gelegenen rund 10km2 grossen Buchenmischwald, wurden jahres- und tageszeitliche Verteilungsmuster des Rehs untersucht. Die Arbeit gliedert sich in zwei Teile. Im Wald wurde im Winter mit Hilfe eines Wärmebildgerätes eine abgeänderte Art Streifentaxation durchgeführt. Am Waldrand wurden während eines ganzen Jahres jeweils in der Vollmondphase mit einem Restlichtverstärker Flächenbeobachtungen durchgeführt.

Im Wald zeigte sich, dass die Rehe am Tag wegnahe Gebiete meiden, diese in der Nacht jedoch intensiv nutzen. Mit Hilfe eines Geographischen Informationssystems wurden basierend auf einer schrittweisen logistischen Regression und einer multiplen Regression Extrapolationen der Nachtverteilung auf den gesamten Wald berechnet. Dabei zeigte sich, dass im Gegensatz zum nördlichen Teil des Waldes im Südteil eine gute Übereinstimmung zwischen den beiden angewendeten Extrapolationsmethoden in der Beurteilung der Rehverteilung besteht.

Das an den Wald angrenzende Kulturland wird von den Rehen zu über 95% nachts genutzt, wobei eine geklumpte Verteilung in Erscheinung trat. Die Austritte aus dem Wald fanden vor allem im Frühling und Herbst, mit etwas kleinerer Intensität auch im Sommer statt. Im Winter waren nur sehr wenige Rehe ausserhalb des Waldes zu beobachten. Eine Ausnahme bildete ein kleines Gebiet im Süden bei Sihlbrugg, welches die Rehe auch im Winter intensiv nutzten. Die Austritte im Sommer konzentrierten sich auf die Gebiete, Mittelalbis und Oberalbis, während sich die Austritte im Frühling und Herbst auf den gesamten Waldrand verteilten.


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